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2026-04-09 11:24:56 +02:00

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Strategisches IT-Management und technologische Transformation der REWE Group: Eine Analyse der IT-Landschaft, Governance-Strukturen und Nachhaltigkeitsinitiativen

Der europäische Lebensmitteleinzelhandel befindet sich in einer Phase tiefgreifender technologischer Disruption, die durch die Konvergenz von stationärem Handel, digitalem E-Commerce und datengesteuerter Prozessoptimierung gekennzeichnet ist. In diesem Kontext hat die REWE Group, eine genossenschaftlich organisierte Unternehmensgruppe mit einem Außenumsatz von rund 96,1 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024, eine Vorreiterrolle eingenommen.[1] Die Transformation der Gruppe von einem traditionellen Händler zu einem technologiezentrierten Ökosystem wird primär durch die REWE digital GmbH gesteuert, die als zentrale IT-Einheit fungiert und die Digitalisierung für über 380.000 Mitarbeitende und Millionen wöchentlicher Kunden vorantreibt.[2, 3] Die strategische Ausrichtung umfasst dabei nicht nur die Modernisierung der IT-Landschaft durch Cloud-Migrationen und SAP-Transformationen, sondern auch eine hochspezialisierte Governance-Struktur und innovative Partnerschaften in den Bereichen Energiemanagement und Nachhaltigkeit, wie die Zusammenarbeit mit Schneider Electric verdeutlicht.[4, 5, 6]

Die Evolution der IT-Organisationsstruktur: Von REWE Systems zu REWE digital

Die organisatorische Aufstellung der IT innerhalb der REWE Group hat in den letzten Jahren eine fundamentale Konsolidierung erfahren. Ursprünglich waren die technologischen Verantwortlichkeiten zwischen REWE Systems, die den Fokus auf den stationären Handel und die klassische Warenwirtschaft legte, und REWE digital, die 2014 zur Erschließung des Online-Geschäfts gegründet wurde, aufgeteilt.[4] Im Zuge einer gestrafften Digitalisierungsstrategie wurden diese beiden Einheiten im Jahr 2022 unter dem Dach der REWE digital GmbH verschmolzen.[7, 8] Diese Fusion markiert den Übergang zu einer integrierten Handels-IT, die keine künstliche Trennung mehr zwischen physischen Märkten und digitalen Kanälen vornimmt, sondern eine ganzheitliche Omnichannel-Erfahrung ermöglicht.[4]

Das CAT-Modell und die Führungsstruktur

Die Steuerung des gesamten Bereichs „Digital und Technologie“ erfolgt über das sogenannte CAT-Modell, welches die Kompetenzfelder Customer, Analytics und Technology bündelt.[2] Während die Funktionen für Kundenstrategie und Analytics direkt in der REWE Group verankert sind, übernimmt REWE digital die technologische Umsetzung sowie die IT-Strategie und Governance.[2] Geleitet wird dieser Bereich durch das Dev Board, ein Gremium, das die strategische und operative Führung sicherstellt.

Rolle im Dev Board Funktionsträger Verantwortungsbereich
CDTO (Chief Digital & Technology Officer) Christoph Eltze Gesamtleitung Digital, Customer & Analytics; Konzernvorstand [2]
CCO (Chief Commercial Officer) Stefan Matzelle IT-Domänen Online, Mobile, Retail, Logistics, Procurement und UX [2]
CTO (Chief Technology Officer) Dr. André Marburger Engineering 2, Foundation Layer, Architektur und REWE digital Austria [2]
CDIO (Chief Digital Innovation Officer) Dr. Robert Zores Engineering 1, IT-Security, Cloud Center of Excellence und Innovation [2]
COO (Chief Operating Officer) Guido Hoepfner IT-Governance, Transformation Solutions und Corporate Functions [2]
CIO REWE International AG Martin Fluch IT-Service Management und Koordination REWE International [2]

Diese personelle und funktionale Verzahnung stellt sicher, dass technologische Entscheidungen unmittelbar mit den kommerziellen Zielen der verschiedenen Vertriebslinien wie REWE, PENNY, Billa und toom abgestimmt werden.[3] Mit über 2.500 Spezialisten an 11 internationalen Standorten, darunter Köln, Berlin, Sofia, Málaga und Graz, verfügt die Einheit über die notwendige Skalierbarkeit, um komplexe Softwarelösungen inhouse zu entwickeln.[2, 4, 9]

Das Domänen-Modell als operatives Framework

Um die Komplexität der Systemlandschaft beherrschbar zu machen, nutzt REWE digital ein Domänen-Modell, das als fachliches Ordnungssystem fungiert.[2] Dieses Modell strukturiert Anwendungen und Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Handels. Jede Domäne agiert dabei als spezialisierte Einheit mit hoher Autonomie, was die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöht und die Abhängigkeiten zwischen den Systemen minimiert.[2, 10]

IT-Domäne Kernaufgaben und Produkte Technologischer Impact
Stationary Retail Warenwirtschaft in den Märkten, Kassensysteme, Pick & Go [2] Digitalisierung des Vor-Ort-Einkaufs für 6.000 Märkte [7]
Online & Mobile REWE Lieferservice, Abholservice, Apps für REWE und PENNY [2] Skalierung des E-Commerce-Umsatzes und Kundeninteraktion [7]
Logistics & SCM Warenflusssteuerung, Intralogistik, Transport-IT [2] Sicherstellung der Versorgung für 80 Millionen Menschen [2]
Procurement Solutions Software für Einkauf, Category Management und Qualitätssicherung [2] Effiziente Preisverhandlungen und Artikelstammdatenmanagement [2]
Customer Relations Personalisierung, Bonusprogramme, Marketing-Steuerung [2] Erhöhung der Kundenloyalität durch datengetriebene Angebote [11]
Foundation Layer Cloud-Infrastruktur, Big Data, Security, agile Methoden [2] Bereitstellung der technologischen Basis für alle Produkte [2]

IT-Governance und strategische Steuerung: Agilität und Partnerschaft

Die IT-Governance der REWE Group hat sich unter der Leitung von Stefan Matzelle von einem rein kontrollorientierten Ansatz zu einem partnerschaftlichen Steuerungsmodell entwickelt.[12] Das Ziel ist es, die IT als „Equal Partner“ auf Augenhöhe mit den Fachabteilungen zu positionieren.[12, 13]

Agile Transformation und die Symphony-Initiative

Ein zentraler Bestandteil dieser Governance ist die konsequente Ausrichtung auf agile Arbeitsweisen. Agilität wird bei REWE digital nicht nur als Prozess, sondern als kulturelle Grundhaltung verstanden.[2] Die Teams sind crossfunktional aufgestellt und nutzen Methoden wie Scrum, Kanban und LeSS (Large Scale Scrum), um komplexe Projekte zu koordinieren.[2] Unterstützt werden sie dabei von Agile Team Coaches, die sicherstellen, dass die Methoden optimal auf das jeweilige Produkt zugeschnitten sind.[2]

Im Rahmen des „Symphony“-Projekts wurden auch die regionalen IT-Strukturen in Deutschland an diese agilen Prinzipien angepasst.[12] Die regionalen IT-Mitarbeitenden fungieren als Schnittstelle zu den Märkten vor Ort und gewährleisten, dass neue Anwendungen reibungslos implementiert werden.[12] Diese lokale Verankerung ist entscheidend, um die technologische Akzeptanz in den rund 6.000 Märkten der Marken REWE und PENNY sicherzustellen.[7, 12]

Ethische Leitplanken: Das AI Manifesto

Angesichts der wachsenden Bedeutung künstlicher Intelligenz (KI) hat die REWE Group bereits frühzeitig ein „AI Manifesto“ veröffentlicht.[14] Dieses Dokument dient als ethischer Kompass für die Entwicklung und Nutzung von KI-Anwendungen innerhalb des Konzerns.[14] Die Governance legt hierbei Wert auf Transparenz, Fairness und die menschliche Letztentscheidung. KI wird primär in zwei Bereichen eingesetzt: als analytische KI zur Optimierung von Lieferketten und Sortimenten sowie als generative KI zur Unterstützung von Mitarbeitenden in der Verwaltung und im Kundenservice.[14] Die Einbeziehung von Juristen, Corporate Governance und Human Resources in die KI-Projekte stellt sicher, dass ethische und regulatorische Standards gruppenweit eingehalten werden.[14]

Die IT-Landschaft: Modernisierung durch Cloud-Native-Architekturen

Die technologische Infrastruktur der REWE Group durchläuft derzeit eine der massivsten Modernisierungsphasen ihrer Geschichte. Im Zentrum steht dabei die Migration der SAP-Kernsysteme auf die Google Cloud Platform (GCP) sowie die Ablösung von Legacy-Systemen durch Cloud-native Architekturen.[4, 15]

SAP S/4HANA Migration und Google Cloud Partnerschaft

Seit Anfang 2025 überführt REWE digital schrittweise 73 SAP-Systeme in die Google Cloud.[4, 15] Diese Migration ist auf mehrere Jahre angelegt und nutzt das „RISE with SAP“-Modell, um bestehende On-Premises-Infrastrukturen in eine skalierbare Cloud-ERP-Umgebung zu transformieren.[4, 16] Die strategischen Ziele dieser Transformation sind vielfältig:

  1. Skalierbarkeit und Flexibilität: Die Cloud-Infrastruktur ermöglicht es, Ressourcen dynamisch an Geschäftsveränderungen anzupassen, was insbesondere für saisonale Spitzen im Handel kritisch ist.[4]
  2. Kosteneffizienz: Durch die Standardisierung der technischen Betriebsmodelle und die Reduktion von Hardware-Investitionen erwartet REWE digital Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich bei den Total Cost of Ownership (TCO).[4, 15]
  3. Innovationsbeschleunigung: Die Cloud-Plattform bietet direkten Zugriff auf fortschrittliche Services in den Bereichen Analytics und KI, die nativ in die SAP-Prozesse integriert werden können.[4]
Kennzahl der SAP-Migration Wert/Status
Anzahl der Systeme 73 neue SAP-Systeme [4, 15]
Cloud-Partner Google Cloud Platform (GCP) [4]
Framework RISE with SAP [4, 16]
Fokusbereiche Finanzen, Rechnungswesen, HR [4]
Erwartete Ersparnis Zweistelliger Millionenbetrag (Betriebskosten) [4, 15]

Enterprise Automation und Dekommissionierung von Legacy-Systemen

Parallel zur Cloud-Migration treibt REWE digital die Automatisierung ihrer IT-Workloads voran. Unter Einsatz der Control-M Plattform von BMC Software werden Anwendungsworkflows über Mainframes und offene Systeme hinweg orchestriert.[4] Ein signifikanter Teil dieser Bemühungen gilt der Ablösung veralteter Cobol-Applikationen durch moderne Java-basierte Microservices.[4] Der Konvertierungsprozess wurde zu 99 % automatisiert, was die Fehlerquote minimierte und die Abhängigkeit von teuren Mainframe-Ressourcen drastisch reduzierte.[4] Zukünftig soll Control-M auch zur Steuerung von Workflows in hybriden Cloud-Umgebungen und zur Integration von Tools wie Apache Airflow genutzt werden.[4]

IT-Strategie und Digitalisierung: Fokus auf Kundenbindung und Omnichannel

Die Digitalisierungsstrategie der REWE Group zielt darauf ab, die physische und digitale Einkaufswelt nahtlos miteinander zu verknüpfen. Ein wesentlicher Heiler hierfür ist die Gewinnung der Datenhoheit über die Kundenbeziehung.

Eigenständige Vorteilsprogramme: REWE und PENNY Bonus

Ein strategischer Meilenstein war die Beendigung der Zusammenarbeit mit Payback und der Start eigener Bonusprogramme für REWE und PENNY zum Jahreswechsel 2024/2025.[7, 17] Diese Entscheidung ermöglicht es dem Konzern, Kundendaten direkt zu analysieren und hochgradig personalisierte Angebote zu erstellen, die über die REWE- und PENNY-Apps ausgespielt werden.[11, 17]

  • REWE Bonus: Fokus auf das Sammeln von Guthaben, das direkt beim nächsten Einkauf verrechnet werden kann.[11]
  • PENNY Bonus: Fokus auf Sofortvorteile und Direktabzüge an der Kasse, passend zum preisorientierten Discounter-Modell.[11, 17]

Die Apps dienen dabei als zentraler Hub für Services wie den digitalen Kassenbon, personalisierte Coupons, Einkaufslisten und Rezeptideen.[17] Diese Integration fördert nicht nur die Kundenbindung, sondern trägt durch den Verzicht auf papierbasierte Coupons und Handzettel auch zur Nachhaltigkeitsstrategie bei.[17]

Innovative Marktkonzepte: Pick & Go und Computer Vision

Unter Einsatz modernster Computer Vision Technologie testet REWE innovative Marktformate wie „Pick & Go“. Kunden können hierbei Artikel einfach aus dem Regal nehmen und den Markt verlassen, ohne einen klassischen Kassiervorgang zu durchlaufen.[2, 14] Die technologische Basis hierfür wurde in enger Zusammenarbeit mit Partnern wie Trigo Vision entwickelt.[2] Diese Projekte demonstrieren die Fähigkeit der REWE digital, komplexe IoT- und KI-Szenarien in den harten operativen Alltag des Lebensmitteleinzelhandels zu integrieren.[14]

Fulfillment-Lösungen als Geschäftsmodell: fulfillmenttools

Ein Beispiel für die erfolgreiche Ausgründung interner technologischer Entwicklungen ist die OC Fulfillment GmbH mit ihrer Plattform „fulfillmenttools“.[7] Ursprünglich für den Eigenbedarf entwickelt, um den REWE Lieferservice und Abholservice effizient zu steuern, wird die Software nun als White-Label-Lösung an andere Händler vermarktet.[18] Die Plattform basiert auf einer flexiblen Google Cloud Architektur (Firebase) und ermöglicht es Händlern, ihre stationären Bestände für Online-Bestellungen nutzbar zu machen, was die Transformation zum Omnichannel-Händler beschleunigt.[18]

Nachhaltigkeit und Energiemanagement: Die Kooperation mit Schneider Electric

Die REWE Group hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden und bis 2050 Netto-Null-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen.[3, 19] In der Erreichung dieser Ziele spielt das technologische Energiemanagement eine zentrale Rolle, wobei die Expertise von Schneider Electric als strategischer Partner genutzt wird.[5, 6]

Implementierung der EcoStruxure-Plattform

In den internationalen Märkten der REWE Group (insbesondere Billa, Penny Italien und CEE) wurde ein umfassendes Energiemanagementsystem auf Basis der Schneider Electric EcoStruxure-Architektur implementiert.[5, 6, 20] Dieses System fungiert als digitales Rückgrat für das Monitoring und die Steuerung der technischen Gebäudeausrüstung.

Die technische Einbindung umfasst:

  • IoT-Sensorik: Einsatz von LoRaWAN-Sensoren zur drahtlosen Erfassung von Energieverbrauchsdaten (Strom, Gas, Wärme) in den Filialen.[6]
  • Edge Control: Lokale Steuerungen optimieren den Betrieb von HVAC-Systemen (Heizung, Lüftung, Klima) und Kühlmöbeln in Echtzeit.[20, 21]
  • Analytics & Dashboards: Ein zentrales Energiemanagement-Team kann über Dashboards die Performance von über 600 Standorten vergleichen und Anomalien sofort identifizieren.[5, 6]

Durch diese Maßnahmen konnte die Energieeffizienz signifikant gesteigert werden. Vergleichbare Projekte von Schneider Electric im Handel (z. B. Carrefour) zeigen Einsparungen bei den Stromkosten von rund 7 %.[20, 22] Neben der reinen Kostenersparnis ermöglicht das System die Einhaltung der ISO 50001 Zertifizierung, was für das ESG-Reporting des Konzerns von hoher Relevanz ist.[5, 21]

EHA: Der zentrale Energiedienstleister des Konzerns

Die Koordination aller Energieprojekte erfolgt über die Konzerntochter EHA Energie-Handels-Gesellschaft.[3] Die EHA fungiert als 360°-Dienstleister, der nicht nur den Einkauf von 100 % Grünstrom für die Märkte verantwortet, sondern auch den Ausbau eigener Erzeugungskapazitäten vorantreibt.[3, 23]

Projekt Details Impact
CPPA Borkum Riffgrund 3 10-jähriger Vertrag über 100 MW Leistung [24] Deckung von 15 % des deutschen Strombedarfs (1.500 Märkte) [3, 24]
1.000 Dächer Programm Ausbau von Photovoltaik auf Märkten und Lagern [24, 25] Dezentrale Erzeugung für den Eigenverbrauch und Netzstabilität [19, 25]
Green Building Nachhaltige Bauweise mit integrierter Gebäudeautomation [19] Ökologisch und ökonomisch optimierte Handelsimmobilien [19]
E-Mobilität Aufbau von Ladeinfrastruktur an den Märkten [19] Investition von 5 Mio. Euro in die Elektrifizierung der Logistik [19]

In Zusammenarbeit mit Partnern wie Schneider Electric wird sichergestellt, dass die dezentralen PV-Anlagen und die wachsende Zahl an E-Ladesäulen intelligent in das Lastmanagement der Gebäude integriert werden, um teure Lastspitzen zu vermeiden und den Eigenverbrauchsanteil zu maximieren.[19, 22, 25]

Logistik-Innovationen und Start-up-Beteiligungen

Ein wesentlicher Teil der IT-Strategie besteht darin, durch gezielte Beteiligungen und Pilotprojekte technologische Disruptionen frühzeitig zu evaluieren. REWE digital fungiert hierbei als Inkubator und technischer Partner.[2]

Automatisierte Lieferkonzepte und Quick-Commerce

Die REWE Group investiert massiv in Lösungen für die „letzte Meile“ und die Optimierung der Intralogistik.

  • Autonome Lieferbots: In Kooperation mit Cartken und LOXO testet REWE den Einsatz autonomer Fahrzeuge für die Zustellung von Lebensmitteln.[2, 26]
  • Drohnen-Lieferung: Das Projekt „LieferMichel“ nutzt Wingcopter-Technologie, um schwer erreichbare Gebiete im ländlichen Raum zu versorgen.[2]
  • Strategische Partnerschaft mit Flink: REWE sichert nicht nur die exklusive Warenversorgung des Quick-Commerce-Anbieters, sondern bringt auch logistische und technologische Expertise ein.[2]

Intralogistik und Smart Maintenance

In den Logistikzentren der REWE Group, wie dem Standort Voerde, kommen automatisierte Warenflusssteuerungen zum Einsatz, die eine effiziente Versorgung der Märkte sicherstellen.[2, 25] Durch den Einsatz von KI-gestützten Wartungssystemen (Smart Maintenance) können Ausfälle in den hochautomatisierten Lagern antizipiert und verhindert werden.[5] Dies ist besonders kritisch für die Frische-Logistik, wo jede Verzögerung direkte Auswirkungen auf die Warenqualität hat.

Fazit und Ausblick: Der Weg zum datengetriebenen Handelsökosystem

Die Analyse des IT-Managements der REWE Group verdeutlicht eine konsequente Transformation weg von monolithischen Legacy-Strukturen hin zu einer agilen, Cloud-nativen und datenzentrierten Organisation. Die Verschmelzung von REWE Systems und REWE digital hat die notwendige Schlagkraft erzeugt, um die komplexen Herausforderungen der digitalen Transformation im Lebensmitteleinzelhandel zu bewältigen.[4, 7]

Kernpfeiler dieses Erfolgs sind:

  1. Technologische Modernisierung: Die Partnerschaften mit SAP und Google Cloud schaffen die notwendige Skalierbarkeit und Innovationsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte.[4, 16]
  2. Datenhoheit und Kundenzentrierung: Durch eigene Loyalitätsprogramme und hochintegrierte Apps gewinnt die REWE Group die Kontrolle über die Kundenbeziehung zurück und setzt Maßstäbe in der Personalisierung.[11, 17]
  3. Nachhaltigkeit durch Technologie: Die strategische Nutzung von Gebäudeautomation und IoT-Systemen, unterstützt durch Partner wie Schneider Electric, ist der Schlüssel zur Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele.[5, 6, 19]
  4. Agile Governance: Ein flexibles Domänen-Modell und eine moderne Unternehmenskultur ermöglichen es, Innovationen wie Pick & Go oder autonome Lieferkonzepte schnell zur Marktreife zu bringen.[2, 12]

In der Zukunft wird die Fähigkeit, riesige Datenmengen durch KI effizient zu nutzen und gleichzeitig ethische Standards zu wahren, über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Die REWE Group hat hierfür mit ihrem CAT-Modell und dem AI Manifesto ein robustes Fundament gelegt.[2, 14] Die kontinuierliche Investition in IT-Talente und die Offenheit für technologische Kooperationen werden sicherstellen, dass die REWE Group ihre Position als einer der innovativsten Akteure im europäischen Handel weiter festigen kann.[9, 13] Die Integration von Energiemanagement in die gesamte IT-Landschaft zeigt zudem, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Konzern untrennbar miteinander verbunden sind.


  1. REWE Group auf einen Blick, https://www.rewe-group.com/de/rewe-group-auf-einen-blick/
  2. Wir sind die größte IT-Organisation der gesamten REWE Group, https://www.rewe-digital.com/de/ueber-uns/organisation
  3. REWE Group and Ørsted sign long-term power purchase agreement for future German offshore wind farm, https://orsted.com/en/media/news/2021/09/257993906688346
  4. Rewe packt seine SAP-Systeme in die Google-Cloud ..., https://www.computerwoche.de/article/3977214/rewe-packt-seine-sap-systeme-in-die-google-cloud.html
  5. Rewe: Der Weg zur energieeffizienten Filiale | stores+shops, https://www.stores-shops.de/technology/energie/rewe-der-weg-zur-energieeffizienten-filiale/
  6. Schneider Electric - Case Study - Three Group Solutions, https://groupsolutions.three.com/insights/customer-stories/schneider-electric
  7. Rewe Group - Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Rewe_Group
  8. REWE digital - REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/unternehmen/struktur-und-vertriebslinien/rewe-digital/
  9. Dein Home of IT - REWE digital, https://www.rewe-digital.com/de
  10. Rewe digital Case Study | Google Cloud, https://cloud.google.com/customers/rewedigital
  11. Neue Vorteilsprogramme sind Teil der Digitalisierungsstrategie der REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/presse-und-medien/newsroom/pressemitteilungen/neue-vorteilsprogramme-sind-teil-der-digitalisierungsstrategie-der-rewe-group/
  12. IT for store-based retail: An interview with REWE Systems CGO and ..., https://www.rewe-group.com/en/press-and-media/newsroom/stories/it-for-store-based-retail-an-interview-with-rewe-systems-cgo-and-cco-stefan-matzelle/
  13. As the largest digital unit within the REWE Group, we connect IT and retail, https://www.rewe-digital.com/en/about-us/mission
  14. Digitale Verantwortung - REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/unternehmen/unternehmenskultur/digitale-verantwortung/
  15. REWE Group treibt digitale Transformation voran - silicon.de, https://www.silicon.de/41719227/rewe-group-treibt-digitale-transformation-voran
  16. REWE Group verlagert 73 SAP-Systeme in die Cloud - it&t business, https://www.ittbusiness.at/article/REWE-group-verlagert-79-SAP-systeme-in-die-cloud
  17. Neue Bonusprogramme von Rewe und Penny ab sofort - onlinemarktplatz.de, https://onlinemarktplatz.de/251528/neue-bonusprogramme-rewe-penny/
  18. fulfillmenttools by REWE digital Case Study - Google Cloud, https://cloud.google.com/customers/rewe-digital
  19. Klimaschutz für unsere Zukunft - REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/nachhaltigkeit/engagements-und-projekte/klimaschutz/
  20. EcoStruxure: IoT Internet of Things | Schneider Electric United States, https://www.se.com/us/en/work/campaign/innovation/overview/
  21. ISO 50001 Energy Management System Case Study: Schneider Electric (France), https://www.cleanenergyministerial.org/content/uploads/2022/09/cem-em-casestudy-schneiderelectric-france.pdf
  22. EcoStruxure: IoT Internet of Things | Schneider Electric, https://www.se.com/ww/en/work/campaign/innovation/overview/
  23. EHA - REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/unternehmen/struktur-und-vertriebslinien/eha/
  24. Corporate Power Purchase Agreement: Neuer Weg für REWE - EHA, https://www.eha.net/blog/details/cppa-corporate-power-purchase-agreement-eha-rewe-oersted.html
  25. Erfolgreich im Team - Photovoltaikanlagen bei der REWE Group, https://www.rewe-group.com/de/presse-und-medien/newsroom/stories/erfolgreich-im-team-photovoltaikanlagen-bei-der-rewe-group/
  26. EHA - REWE Group, https://www.rewe-group.com/en/company/structure-and-saleslines/eha/